MAVEO Blogartikel 12 Prinzipien der Animation

Alex Veröffentlicht am 09.10.2023 – Lesezeit: 5 Minuten

Die Kunst der Animation hat im Laufe der Jahre eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht. Von den ersten handgezeichneten Cartoons bis hin zu den atemberaubenden digitalen Kreationen von heute. Ein großer Teil dieses Fortschritts kann auf ein festes Fundament zurückgeführt werden, das in den frühen Tagen der Disney Studios gelegt wurde: Die 12 Prinzipien der Animation.

Historische Herkunft.

Die 12 Prinzipien der Animation wurden in den 1930er Jahren von den Disney-Animatoren Ollie Johnston und Frank Thomas entwickelt. Ihr Ziel war es, der aufkommenden Kunstform mehr Leben und Tiefe zu verleihen. Sie stellten diese Prinzipien in ihrem Buch "The Illusion of Life" vor, das schnell zur Bibel für Animatoren weltweit wurde.

Die 12 Prinzipien im Detail.

  • Squash and Stretch: Verleiht Objekten und Figuren Gewicht und Flexibilität und lässt Bewegungen dynamischer wirken.
  • Anticipation: Bereitet das Publikum auf eine bevorstehende Handlung vor und macht die Animation vorhersehbar. 
  • Staging: Sorgt dafür, dass die Hauptidee oder -aktion klar und unmissverständlich ist. 
  • Straight Ahead Action and Pose to Pose: Zwei verschiedene Ansätze, um Animationen zu zeichnen. Wobei der erste eine kontinuierliche Bewegung und der zweite Schlüsselbilder verwendet. 
  • Follow Through and Overlapping Action: Zeigt die realistische Reaktion eines Objekts oder Charakters nach einer Aktion.
  • Slow In and Slow Out: Gibt Bewegungen eine organische Beschleunigung und Verlangsamung.
  • Arcs: Natürliche Bewegungen, besonders bei lebenden Wesen, folgen oft bogenförmigen Pfaden.
  • Secondary Action: Unterstützende Handlungen, die die Hauptaktion ergänzen. 
  • Timing: Kontrolliert das Tempo der Animation und gibt den Figuren und Objekten Gewicht und Emotion.
  • Exaggeration: Macht Bewegungen ausdrucksstärker und lesbarer.
  • Solid Drawing: Dreidimensionales Denken, das den gezeichneten Figuren Volumen und Korrektheit verleiht. 
  • Appeal: Ein Charakter oder Objekt sollte interessant und fesselnd sein.

Warum diese Prinzipien wichtig sind.

  • Realismus und Emotionalität: Die Anwendung der Prinzipien verleiht Charakteren und Objekten eine greifbare, realistische Qualität, die das Publikum emotional berühren kann.
  • Flüssigkeit und Verständlichkeit: Die Prinzipien sorgen für eine flüssige Bewegung und klare Kommunikation, die das Publikum nicht verwirrt. 
  • Einheit und Kohärenz: Die konsistente Anwendung dieser Grundlagen schafft ein kohärentes Universum, in dem jede Animation stattfindet.gung und der zweite Schlüsselbilder verwendet. 

Jenseits der traditionellen Animation.

Obwohl ursprünglich für handgezeichnete Cartoons entwickelt, sind diese Prinzipien universell. Sie werden auch in 3D-Animation, Stop-Motion, Motion Graphics und sogar in der realen Welt, wie im Puppenspiel oder im Theater, angewandt.

Fazit.

Die 12 Prinzipien der Animation sind nicht nur technische Leitfäden, sondern das Herz und die Seele animierter Werke. Sie bilden das Fundament, auf dem Animatoren Emotionen, Geschichten und Welten zum Leben erwecken, die Generationen begeistern. Wer diese Grundsätze beherzigt, besitzt das Handwerkszeug, um wirklich zeitlose Animationen zu schaffen.